22.05.14 - Limon, CO > Pueblo, CO (410 Meilen)

Wettermäßig haben wir heut wenig fotogene Motive gefunden. Aber ein Gewitterzelle machte durch enorme Hagelmengen auf sich aufmerksam.

Es waren weitflächige Gewitter angesagt, MLCAPEs irgendwo um 1500, aber mit nur geringer Windscherung. Da wir doch noch auf eine Superzelle im Raum Denver hofften, blieben wir erst mal in der Gegend.

Auf dem Weg an nach Colorado Springs, CO fanden wir wieder einen Windmühlenpark, in dem Fall eine Verkaufsausstellung. Die Windmühlen sind schon eins der markantesten Wahrzeichen der Plains.

Dann ging es erst mal auf den Pikes Peak zur Begutachtung der Wolken von oben und innen. Vielleicht kommt dann ja noch eine Idee, wo heut die besten Gewitter sind...

Ist irgendwie cool in Wolkenhöhe von etwa 4300m Höhe.

Man merkt den geringen Luftdruck hier übrigens an allerlei Kleinigkeiten.

Beim Bewegen in mehr als Zeitlupe wird einem schwindelig, die Plastikflaschen im Auto entfalten sich unter wundersamen Geknister und das Navi fällt plötzlich mit lautem Knall von der Scheibe...

Ansonsten schon genial, da hochfahren zu können. Runter zu ging es sogar durch eine Wolke hindurch.


Die Wolke wusste aber auch nicht, wo nun der beste Platz heut ist. Also ging es auf Verdacht etwas Richtung Norden ein paar Gewitteransätzen bei Denver hinterher.

Als wir an den Ansätzen fast dran waren, ging die ganze Front vor uns hoch und in wenigen Minuten entstand eine riesige Zelle mit flächig höchster Radarreflektivität.

Großhagel dürfte wegen geringer Scherung nicht drin sein, aber irgendwas muss ja dieses Starke Radarecho verursacht haben, also mal etwas hinterher - und Hagel lag da in der Tat einiger:

Die meisten Steine lagen bei 1-2cm, aber es waren auch einige 3cm Körner dabei.

Und auch Wasser gab es genug:

Wirkte schon ein wenig weihnachtlich:

Morgen geht es dann nach Süden an die Dryline in New Mexico.