Schlusswort

Das Wetterpotential der diesjährigen Tour war eines der schwächsten der letzten Jahre.

Beginnend mit den Kaltlufteinbruch zu Beginn der Tour konnte sich die Luftmassen und Strömungen auch in 3 Wochen nicht mehr soweit erholen, dass die klassische Plains-Unwetter-Lagen mit Dryline und Warmfronten auf den Plan kamen.

Trotzdem gab es überraschend viel zu sehen. Die Abwesenheit der klassischen Gewitterlagen hat auch dafür gesorgt, dass der Gewitterverhindernde Deckel (CINH) dieses Jahr nicht zum Spielverderber wurde. Als Folge konnten wir trotz gemäßigtem Potential eine ansehnliche Menge an Gewitter mit teils fantastischer Struktur dokumentieren.

Gerade das langsam durchziehende Höhentief über Texas hatten wir anfangs richtig unterschätzt. Am Ende konnten wir etwa 20 Superzellen erfolgreich abfangen und dokumentieren. Da hätten wir andere Jahre nur von geträumt.

Es zeigt sich einmal mehr, was im Gewitterwunderland da drüben möglich ist, wenn man nur die richtige Stelle findet.

Wir sind mit der Tour hinsichtlich Erlebnis, Ausbeute und gesehenem Nicht-Gewitter-Randprogramm mehr als zufrieden, einzig ein schöner Tornado wäre noch ein hübscher Bonus gewesen.

Die Tour 2014 war aber auch anstrengender als manch letztes Jahr. Vor allem mehrere erfolgreichen Chasingtage in Folge sollte man nicht unterschätzen. Allein die Erlebnisse eines Tages brauchen neben der körperlichen Erholung eigentlich Tage/Wochen, um das gedanklich setzen zu lassen. Wenn man dann noch parallel die nächsten 3 Tage im Forecast abwägt, raucht einem schon ganz schön der Kopf.

Daher gehen wir die nächste Tour, falls diese zustande kommt, ruhiger an. Evtl. ein kürzerer Gesamtzeitraum oder mehr Freiprogramm zwischen den Chasingtagen, mal schauen...

Noch ein Dank an alle, die auf irgendeine Art an der Umsetzung beteiligt waren. Und natürlich einen besonderen Gruß in die Schweiz an unsere Ideengeber für so eine Tour, welche dieses Jahr selbst nicht in den Plains vertreten waren. Wir freuen uns schon auf die versprochene 2015er Tour :-)