11.05.14 - Hillsboro, TX > Dodge City, KS (540 Meilen)

Ein toller Einstieg. Wir konnten gleich mehrere fotogene Superzellen beobachten...

Durch die Anreise mussten wir erst mal paar Meilen aufholen. Fast so schnell wie wir: Ein Rennkuckuck am Wegrand. Na dann "miep miep"...

Ein Stück weiter machte diese Windmühlensammlung auf sich aufmerksam. Der kräftige Wind heut erzeugte ein Quietschkonzert sonders Gleichen...

Weiter Richtung Norden im gedeckelten Warmsektor...

Schon gegen 14:30 Ortszeit setze am Schnittpunkt Dryline/Kaltfront die Gewitterbildung ein:


Wir haben es gerade rechtzeitig geschafft und wollten Nahe dieses Schnittpunkts (Triplepoints) bleiben, da von da immer wieder neue Gewitter starten sollten. Hier nun die erste Gewitterzelle, die wir anfuhren:

Gar nicht lange und schon waren Auf- und Abwinde getrennt, Rotation setzte ein, Wallcloudansätze erschienen und unsere erste Superzelle der Tour zeigte sich. Zwar keine Riese, aber dafür sehr fotogen und Hagel dürfte auch ordentlich drin sein.


Wir haben diese Zelle dann ziehen lassen und eine südlichere angesteuert. Dabei sind wir zu knapp am Hagelkern vorbei und mussten ein paar einzelne Treffer im 4..5cm Bereich einstecken. Laut Radar war der Bereich eigentlich ok, aber durch die Zentrifugalwirkung im rotierenden Aufwind werden gern auch mal Hagelsteine weiter außen abgeladen. Diesen "fiesen Trick" hatten wir am 23.05.11 schon mal erlebt, damals waren wir aber ohne Treffer davon gekommen.

Jedenfalls waren wir dann durch und konnten die Zelle genießen:

Dabei trafen wir diese Kollegen, welche wohl keinen Internetzugang für Radardaten benötigen...

Diese Zelle war auch relativ klein, aber legte sich visuell (und wie selbst erlebt hagel-technisch) richtig ins Zeug:


Wahnsinn, wie die Quellungen da nach oben schießen...

Sogar ein Hookecho war kurz auf dem Radar zu sehen. Visuell kann man das am Einschnitt des rückseitigen Abwinds (RFD) in Form eines hellen Einschnitts (Clear Slot) in die dunkle Aufwindbasis erkennen.

Auch die Zelle haben wir ziehen lassen und Hagel bis 3cm gefunden. An dieser Stelle war die Zelle wohl harmloser gewesen...


Da kam auch schon die Nächste...


Einfach nur "wow"...

Und wieder: Abziehen lassen, nächste Zelle genießen...

Die Zellen wurden nun langsam größer und griffen tiefer...

Rotationskern, das kochte schon recht ordentlich:

Die Flanking Line (durch den rückseitigen kalten Abwind angehobene Warmluft in Form von Quellwolken) der abziehenden Zelle:

Da versuchte sie es doch noch mit einem Tornado, reichte aber nicht ganz:

Und hier unsere letzte Zelle des Tages, mittlerweile war es recht feucht und am Boden herrschten Nordostwinde. Darüber Südwinde und in der Höhe Südwestströmung. Das ist vielleicht ein Durcheinander am Himmel...

Man beachte das Inflowband von rechts (Nordost) her in die Zelle hinein:


Das sieht schon recht surreal aus:

Das Inflowband wurde förmlich in die Zelle reingeschraubt...

Zu den Zellen hier noch ein gemeinsamer Zeitraffer:

Wir haben die Zellen dann ziehen lassen und hinter der Kaltfront fröstelnd in Dodge City, KS ein Motel gesucht.