02.06.15 - Ogallala, NE > Sidney, NE (370 Meilen)

LP-Superzellen am Abend.

Ähnlich zu gestern sollen heut auch die Berggewitter von Westen in die Plains ziehen. Die Scherung heut ist einen Tick besser, so dass es für Superzellen reichen könnte.

Auf dem Weg nach Westen:



Unsere tägliche Schlange darf nicht fehlen, der Sturmjäger muss immer aufpassen, wo er hintritt...

Auf der Felsklippe von Scotts Bluff lässt sich das Wettergeschehen in weitem Umkreis beobachten:


Nördlich von uns sind die ersten Gewitter entstanden, dieses hier sogar schon mit Rotation. Erkennbar an dem verwundenen Aufwindturm, aber auch bestätigt über die Dopplerradarscans des hiesigen Wetterdienstes.

Im Schatten der Wolke wirkt alles nicht mehr so hell...

Das ist der Unterteil der weißen Wolke weiter oben:


Richtung Westen sieht man bereits in breiter Front neue Wolken entstehen, das Gewitter produziert also kräftig Outflow.

Ein Funnel an der Böenfront:

Der Rotationskern lebte zwar noch eine Weile, aber der Outflow macht alles nun windig, kalt und staubig. Wir sind der Kaltluftkante nach Süden hinterher, wo es immer wieder neue Initiationen gab:

Diese produzierten nur wenig Niederschlag, aber unterschätzen sollte man das nicht. Hier fallen laut Reports 6cm Hagelsteine:

Derweilen verlagern wir uns mit jedem Neuanbau weiter nach Süden...


Hin und wieder trifft man Gleichgesinnte, hier eine australische Gruppe:

An den Quellimpulsen sieht man, wie viel Energie die Luft eigentlich zum Aufstieg hätte.

Allerdings ist der Deckel nicht ganz weg und so sind diese Zellen an der Grenze zum Absterben. Einzig der rotierende Aufwindkanal hält die Zellen immer weiter am Leben. Für Fotos ist das aber mal richtig optimal:


Die hier will einfach nicht aufgeben:

Die untergehende Sonne hübscht das ihrerseits auch nochmal ordentlich auf:

Sehr schöne LP-Zellen heut, morgen könnte es dann wieder Tornados geben...