USA Sturmjagd 2017

2017 setzen wir weitestgehend aus, wenn alles klappt, sind wir Frühling 2018 wieder unterwegs.

Falls jemand hier landet, soll er trotzdem nicht enttäuscht werden. Das Onlinetagebuch vom Team um Markus Pfister ist hierfür wärmsten zu empfehlen. Euch und natürlich allen anderen Gewitterfans, die dieses Jahr unterwegs sind... viel Glück!



Einen kurzen Reisebericht "USA 2017" gibt es aber trotzdem. Dieses Jahr waren wir in Florida unterwegs, vor allem wegen den hießigen Touristikattraktionen. Diese werden hier nur angeschnitten, Fokus der USA-Reisereports soll auf Wetter und Natur bleiben. Und von beiden gibt es auch in Florida so einiges zu sehen, viel Spaß!



29.06.17, Fort Lauderdale - Daytona

Sonnenaufgang, begleitet von Schauern und Gewittern vor der Küste:


Das Wetterradio warnte Aufgrund der bodennaher Scherung heut vor Wasserhosen an der Atlantikküste und größeren Seen. Dies hat uns zu einem Wetter-Stop am Lake Okeechobee veranlasst, wo bereits bunte Echsen auffällig gen Himmel schauten...

Bald zogen auch Gewitter auf, welche teils extrem helle Blitze hervorbrachten. Irgendwie wollten die aber einfach nicht auf Bild verewigt werden...

Immerhin kam es dann etwas entfernt noch zu der erhofften Wasserhose:




30.06.17, Daytona - Kissimmee

Am Strand bei Sonnenaufgang und Ostwind ist es da herrlich...


Heut stand eigentlich ein Nascar-Rennen auf dem Plan oder wir es nennen: "Krach im Kreis". Muss man mal gesehen bzw. gehört haben...

Ironischer Weise hat ein Gewitter das Rennen nach der 8. Runde beendet. In dem Fall hätten wir auf Blitz und Donner auch gern mal verzichtet...



01.07.17, Kissimmee und Umgebung

Heut war Wandertag mit Gelegenheit, die hießige Tier- und Pflanzenwelt zu erforschen. Diese ist mindestens so interessant wie die der Plains.

Das ganze übrigens, wie jeden Tag, unter Begleitung von Gewittern.

Hier sogar ein Funnel am Rand eines Aufwinds:

Doch wir hatten Glück, blieben trocken und konnten die Natur bestaunen... Es gibt hier z.B. unzählige Tillandsien:

Oder Zypressen mit ihrem interessanten Wurzelwerk:

Ein "Anhinga", eine Vogel ähnlich dem Komoran:

Diese Art schwimmt unter Wasser und immitiert dabei eine Schlange, merkwürdige Tiere...

Ein Osprey, die sieht man eigentlich nur am Fressen oder beim "Angeln" des Futters...

Dieser hier sei nicht nur wegen der Glubbschaugen erwähnt. Diese Sumpfbewohner erzeugen Töne, das man meint, wilde Bestien verbergen sich im Gebüsch...

An jeder halbwegs trockenen, warmen Stelle kann man mit diesen Kollegen rechnen:

Aber auch Liebhaber knuffiger Fellknäule kommen auf ihre Kosten:

Die "Beute" des Hörnchens ist übrigens eine Frucht der Passionsblume. Im Wasser dagen sind eher weniger plüschige Tiere unterwegs:

Wobei diese sich schon ins Zeug legen, um niedlich zu wirken:

Den größeren Exemplaren der Reptilien sollte man aus dem Weg gehen...

Passend dazu hier das Lieblingsfutter der Amerikanischen Alligatoren, Moorhühner:

Auch bekannt aus einem beliebten Ballerspiel...

Ist schon genial, was man hier vor allem an Vögeln sieht. Auch kennen die gar keine Scheu, hier ein Komoran:

Die Sandhill-Cranes treten meist paarweise auf und ignorieren einen quasi, wenn man ruhig vorbei geht...




01.07.17, Kissimmee und Umgebung

Die hießigen Airboat-Touren sind ein tolles Erlebnis, sollte man auf jeden Fall mal mitmachen. Obwohl die Boote nur so durch die Natur dröhnen, sieht man doch so einige Tiere. Hier ein Snail-Kite, welcher sich auf die rießigen Apfelschnecken als Nahrung spezialisiert hat.

Ein Bald Eagle - laut Warntafeln ist ein Mindestabstand von 100m Vorteilhaft für die Sicherheit von Vogel und Mensch... Was ein Schnabel...

Na und schwimmen sollte man hier nur, wenn man schnell genug ist:

Am Abend ging es noch an die Atlantikküste, wo wir eigentlich einen SpaceX Atlas 9 Start sehen wollten. Dieser wurde aber 10s vor dem Start abgebrochen. Beim Warten konnten wie Delphine beim Fischfang beobachten - und darin sind die Delphine echte Experten... höchst interessant zu beobachten!


Zurück ins Motel kreuzten sogar noch einige hübsche Gewitter unseren Weg:

Genaugenommen visuelle Leckerbissen:

Etwas später dann eine weitere Zelle:

Und noch so ein Kracher, wow:

Interessant, wie aus dem CB die Blitze rausgehen und neben dem Gewitter niedergehen... Haben wir später noch mehrfach beobachtet.



03.07.17, Kissimmee und Umgebung

Heut war erneut Wandern geplant, aber wegen Hitze und mangelndem Schatten gibt es wenig Fotomaterial. Tierisches Highlight war ein Raubvogel, der vor unsere Nase sein Mittagessen aus der Wiese gepflückt hat:

Hat was von Huhn und Regenwurm...

Später konnten wir erneut die Blitze erleben, die in weiten Bogen bis an den Rand des Gewitter oder weiter reichten:


Auch heut wurde der Start der Atlas 9 abgebrochen... Halb so schlimm, da unser Warteplatz auf Merrit Island so einige Kurzweile in Form von Naturpfaden und Sandstrand bot.

Hier die riesige Endmontagehalle der NASA, in welcher die Raketen vor dem Start bereit gemacht werden:



04.07.17, Kissimmee und Umgebung

Nach einem Besuch von Seaworld hat am Nachmittag sogar mal das Weather Radio gepiest und vor "Severe Thunderstorms" gewarnt. Auch wenn es nur um moderate Windböen ging, hat das doch paar Nerven getroffen und Gänsehautfeeling hervorgerufen. Die betreffenden Zellen kamen direkt über unser Motel gezogen und waren visuell ganz ansehnlich:




Am Abend gab es am Himmel noch ein gefühlt 12-Stündiges Feuerwerk am Himmel zusehen, Stichwort 4th of July...



05.07.17, Cape Caneveral

Nach einem Vergnügunsparkbesuch wing es erneut an die Ostküste. Hier ein Manatee im Merrit Island Refuge:

An diesem Abend und im 3. Versuch ging die SpaceX Atlas 9 endlich auf Reisen und brachte den Intelsat 35E Sattelitt erfolgreich in den Orbit.

An einen Shuttlestart kommte das natürlich nicht ran, aber auch so war das einfach nur beindruckend. Unglaublich, was für eine Kraft da entfesselt wird. Die durch Ohr und Körper empfundene Akkustik brennt sich einem förmlich ins Gedächtnis.


Und noch ein Abschiedgruß... in Form einer Wolke!

Auf dem Weg zurück ins Motel meinten wir, einen Drachen zu sehen...



06.07.17, Cape Caneveral

Heut wollten wir die technischen Anlagen des gestrigen Schauspiel besichtigen, konkret die NASA Startrampen von Cape Caneveral. Aber wie so einige Dinge bei diesem Trip hatten wir Pech und der US-Vizepräsident hatte die selbe Idee am gleichen Tag. Ratet mal, wessen Tour gestrichen wurde...

Daher ging es "nur" ins Besucherzentrum, wo man in die Raumfahrt-Geschichte eintauchen kann. Natürlich auch sehr toll da:

Dabei ist Geschichte nicht immer ewig lang her - man kann hier z.B. das SpaceShuttle "Atlantis" besichtigen, welches noch gar nicht so lange außer Dienst gestellt ist:



07.07.17, Naples

Der typische Strandurlaub wurde heut durch allerlei Gewitter ergänzt. Vor allem am Abend zogen immer wieder kleine, kurzlebige Gewitter Offshore vorbei:

Wieder so ein Blitz weit aus dem Gewitter heraus... Ungewollt sogar als Selbstporträt beim Joggen vor Gewitter :-)

Das Highlight war eine recht kleine Zelle kurz nach 11 Ortzeit mit genialen Blitzen...

Das sowas überhaupt so intensiv blitzt...

Niederschlag im Zoom:

Die Bilder kosteten übrigens 37$, da das Parken am Strand nur bis 11 erlaubt war... Sehr pflichtbewusst die Politessen hier, das glaubt man ja nicht...

Naja... dafür sieht man solche Knaller nicht jeden Tag, einer geht noch:



08.07.17, Naples und Umgebung

Der heut geplante Wandertag fiel wegen Moskitos aus, folgendes Foto umschreibt die Situation perfekt.

Komisch, dass die Viecher nur hier im Südwesten so heftig auftreten... Daher hieß es Auto-Safari durch die Everglades...

Ein Osprey bei der Gefiederreinigung...

Schni Schna Schnappi...

Eine Barrel Owl:

Wie jeden Tag gab es auch heut Gewitter. Da um diese Jahreszeit in Florida kaum Windscherung vorherrscht, haben die Gewitter meist auch nur Pulse-Charakter. Insofern war die Organistion der heutigen Gewitter auf jeden Fall bemerkenswert:

Sogar eine Wallcloud/Absenkung hielt sich über ca. 20 min.


Die restlichen Tage ist wenig verwertbares Fotomaterial entstanden. Insgesamt eine recht interessante Tour, aber das nächste Mal geht es bestimmt wieder in den mittleren Westen!