27.05.18 - Wheat Ridge, CO > Scotts Bluff, NE (345 Meilen)

Nach der Gewitterpause geht es gleich mal richtig zur Sache...

Wir begleiten eine langlebige Superzelle von der Initiation bis zu Tornados.



Wir verbringen den Vormittag am Barr Lake nordöstlich von Denver, bis sich die heutige Wetterentwicklung etwas klarer zeigt.

Dabei finden wir seit langen mal wieder unsere "Schlange des Tages", das muss doch Glück bringen...

Es soll nördlich gehen, doch wie weit, ist noch unklar. Daher patrolliern wir entlang der Rockies die Interstate 25 hoch, wo bereits ersten Quellwolken an der vordersten Bergkette wachsen.

Es löste relativ zeitig an verschiedenen Stellen aus, unter anderem südwestlich von Laramie, WY:

Die Zelle hat kaum Konkurrenz in der Nähe, also mal ran. Etwas später hat sich der Aufwind bereits geteilt und wir finden am Rightmover diese nette Wallcloud:

Auf dem Radar war bis dahin nicht viel zusehen...

...komisch, und das trotz Rotation des ganzen Aufwindes - wird vermutlich noch.

Wir müssen die Zelle vorerst mangels Straßen ziehen lassen. Hier der Blick nach Nord in auf die Meso, nach rechts die Flanking Line:

Beim Überholen der Zelle wird ein erster Tornado hinter dem RFD-Einschnitt sichtbar:

Paar Meilen südwestlich und einen eiligen Tankstopp später sind wir wieder davor und staunen nicht schlecht...

Mittlerweile auch mit deftiger Hagelwarnung vor 5cm-Steinen, Blick Richtung West.

Auch im Südwesten tat sich was:

Der Zirkulation des alten Aufwindes verabschiedete sich in einem weiteren Tornado.

Die Radarsignatur des neue Zyklus hatte auch schon eine Hakenform...

Erneut ein Funnel...

Ab da war wegen Niederschlag nicht mehr so viel unter der Wolke zu erkennen. Laut anderen Chaseren muss es aber wohl noch paar "Touchdowns" gegeben haben.

Aber auch die Gesamtstrukur machte was her, hier im Ultraweitwinkel:


Auf der Rückseite des RFD gab es immer wieder "Spinups", also plötzlich Staubteufelähnlich Dreckwirbel in die Wolke.

War da noch ein Tornado? Schlecht auszumachen, auch mit dem Auge:

Die Rotationskern schaltete später einen Gang runter und zog noch 1-2 Stunden östlich.

Wir suchen uns derweil ein Motel und schaffen es doch tatsächlich noch, unser Auto mit Hageldellen zu dekorieren.... Und das nicht mal bei der Jagd, sondern parkend vorm Motel... wie peinlich ;-)