16.07.19 - Chadron, NE > Hettinger, ND (460 Meilen)

Im 3. Chasing-Anlauf finden wir in Nord Dakota eine fotogene Superzelle.

Ziel war die Grenze Nord/Süd-Dakota, wo eine kleine Störung im Höhenwind samt Niederschlagsgebiet eine Konvergenz in gutem Gewitterseutp hinterlassen hat. Los ging's...

Nord Dakota war für uns Neuland. Sieht dort um diese Jahreszeit echt bunt aus, ist vom Gesamteindruck aber eher europäisch als Wild Wild West... Im Mai passt uns die Kombination Wetter / Gegend defintiv besser.

Nach Ankunft im Zielgebiet und 2 Stunden Geduld gingen 3 Zellen im Umkreis los. Im Nordwest:

Im Westen:

Und im Osten:

Da waren sie wieder, die 3 quälenden Entscheidungsprobleme des Sturmjägers... Welche Zelle nun nehmen? Die im Osten war uns zu viel Stress wegen des Aufholens. Und da die Zelle im Westen fast keine Radarsignatur hatte, fiel die Wahl auf Nordwest, hier bereits etwas näher:

Bis dahin war auch hier kaum Niederschlag drin, aber das änderte sich bald...

Etwa ab dem Zeitpunkt wurde auf Tennisball-Hagel bewarnt:

Die Basis im Zoom:

Und im Weitwinkel:

Daraufhin hieß es auf Abstand gehen, der Hagel rückte näher. Wir verlagern uns vor der Zelle schrittweise nach Südost:

Manchmal findet man sehr ungewöhnliche Motive, ob das auch als Plains Klassiker durchgeht?

Was ein Anblick...

Sonnenuntergang für Gewitterfans:


Wir lassen die Zelle dann aufgrund des schwindenden Tageslichts ziehen und orientieren uns wieder südlich.


Noch ein Zeitraffer zum Abschluss:
Der Tag war ganz nach unserem Geschmack. Morgen planen wir noch eine 4. Jagd, danach baut sich das Rockies-Hoch wieder auf. Vielversprechende Lagen sind ab da eher unwahrscheinlich und wir verbleiben ab Donnerstag im Gewitter-Standby-Modus...