17.05.10, Seminole, TX > Portales, NM (390 Meilen)

Im westlichen Texas-Panhandle bis rein nach Neumexiko liegen heute recht instabile Luftmassen. Dies sollte die etwas geringeren Scherungswerte ausgleichen. Diese sind zwar schön rechtsdrehend, aber von den Windgeschwindigkeiten eher mäßig.
Morgens zieht ein Gewittercluster über Lubbock und hat eine Outflow-Boundary nach Süden geschickt.

Hier ein Blick nach Süden, nachdem die "Schockwelle" durchgegangen ist.

Wir sind erst mal auf Karl May's Spuren in die Llano Estacado um die Wüstengeier zu suchen :-)

Gegen Nachmittag zündeten, wie vorausgesagt, die Gewitter im Bergland von West-Texas und West-Neu Mexico.

Wir sind an diversen anderen Entwicklungen an die lange Zeit stärkste Zelle rangefahren. Da diese Zelle nahezu stationär war, hat das einige Zeit gebraucht.


Als wir dann an der größeren Zelle dran waren, gab es diesen Anblick:

Eine fast stationäre Superzelle schraubt da vor uns die Wolkenmassen nach oben.


Die Quellungen gehen ja noch im Eisschirm weiter!

Wir machen noch einige Fotos und Videos und lassen die Zelle durchziehen.

Danach verlassen wir den Ort, wo das letzte Bild entstand, um etwas auf Sicherheitsabstand zu gehen. Und das war auch gut so. Als wir 10 Minuten später nach Durchzug des Hagelkerns wieder dahin sind, lagen dort eine Menge großer Hagelsteine!

Die größten gefundenen Steine waren 7cm!


Überhaupt lag der Hagel recht dicht... teilweise mussten wir durch Hagelblockaden fahren.


Beim ganzen Hagelbestaunen haben wir gar nicht gemerkt, das sich hinter uns im Outflowbereich der ersten Zelle eine neue Meso aufgebaut hatte. Die Struktur hat sich aber nach ein paar Minuten selbst zu geregnet.

Als dann die Sonne westlich unter dem Eisschirm reinschaute, wurden atemberaubende Mammatusstrukturen sichtbar.
