USA 2014
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24.05.14
26.05.14
25.05.14 - Fort Stockton, TX > Eunice, NM (540 Meilen)

Heut hat die Gewitterjagd nicht so recht geklappt und wir sind den Superzellen immer einen Schritt hinterher gewesen.

Schon gegen 7:00 in der Frühe stand eine Gewitterzelle mit 2,5cm Hagel bewarnt nur 30km östlich. Daher ging es noch vor dem Frühstück mal hin.

Wie die Tageswertung schon andeutet, haben wir die Zelle nur noch im Zerfallsstadium erwischt. Aber die Überschwemmung war dafür umso einprägsamer...

Heute sollte im Tagesverlauf in SW-Texas tornadofähige Gewitter drin sein. Und schon am frühen Nachmittag entstand dann auch eine einzelne Zelle im Raum Alpine, TX. Da wären wir wegen der ungünstigen Straßenanbindung eigentlich nicht rangefahren, aber die Radarechos sahen einfach so gut aus und die Zelle wurde bald Tornado-bewarnt..

Aber der gesamte Raum östlich der Zelle war im dichten Nebel, mobiles Internet war Seltenheit und am Ende hat sich die Zelle noch aufgelöst. Hier noch der Rest kurz vorm endgültigen Auflösen:

Wir sind also erfolglos nach Fort Stockton zurück und haben auf dem Weg eine Forschungsstunde mit den Taranteln verbracht, die heut noch zahlreicher waren als gestern:

Wir haben z.B. festgestellt, dass einzelne, aber nicht alle, recht wuschige Augenbraun haben:

Zumindest sah das wie Augenbraun aus, was auch immer das für Haare waren ;-)

Die Riesenspinnen (15 cm war die Größte, die wir gesehen haben) laufen da scheinbar ziellos neben und über die Straße. Wir haben das eine ganze Weile beobachtet, konnten den Sinn dahinter aber bisher nicht enträtseln...

Gewittermäßig tat sich bis dato nichts. Zum einen hatten die kalten Abwinde der morgendlichen Gewitter einen ungünstigen Einfluss, zum anderen verhinderte eine durch Nordmexiko laufende starke Superzelle den nötigen Zustrom energiereicher Luftmassen.

Viel weiter nördlich, bereits in New Mexico, schaffte es dann doch ein Gewitter sich zur Superzelle zu formieren.

Wir sind noch eine Weile hinterher, kamen aber nie wirklich dicht ran.

Die Zelle hat recht eindrückliche Blitze produziert, während der Aufholfahrt war aber Blitzfotographie nicht machbar.

Damit neigt sich der Gewitterblog auch schon langsam dem Ende zu. Wir werden morgen nochmal versuchen, in Südtexas Gewitter abzufangen, ansonsten werden wir uns noch 2..3 Tage von der Gewitteraction erholen, bevor es dann zurückgeht.

Gesehen haben wir ja einiges. Tornados waren diesmal nicht dabei, aber dafür umso mehr Strukturansichten. Auch die Menge der beobachteten Superzellen übersteigt die Vorjahre bei Weitem. Daher gehen wir die restlichen Tage ruhiger an und jedes zusätzliche Gewitter zählt als Bonus :-)