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Das Projekt

Niströhre für Stockenten

Motivation & Planung

An unserem Teich gab es schon einige vergebliche Versuche, Stockenten zum Nachwuchs zu verhelfen. Im ersten Jahr hat ein Eierdieb zugeschlagen, als das Nest noch von fußläufig erreichbar war. Als Folge wurde das Nest auf eine Teichinsel verlegt - in Form eines Holzkastens. Dieser wurde im nächsten Versuch vom Marder geplündert und darauf hin mit Metallspikes aufgerüstet. Zuletzt sind die Eier nach 2 Monaten nicht zum Schlupf gekommen... ob das an Ente oder Haus lag? Evtl. war der gerade Holzboden ein Problem. Oder die Enten haben sich beim Vorbereiten der Brut ungeschickt angestellt...

Einen Versuch gibt es noch.

Statt einem Holzhaus diesmal eine Röhre aus Maschendraht mit viel Heu. Das ganze etwas erhöht und mit Abwehr gegen spring-freudige Raubtiere aller Art. Vor allem Marder und Katzen seien da hervorzuheben.

Das ist eine freie Interpretation des Dakota-Hen-House, adaptiert auf Folienteiche und etwas digitaler, als der Original-Entwurf. Weil: Die Originalversion besteht nur aus einer einzigen analogen Rolle Draht, gefüllt mit Stroh/Heu. Klingt einfach, aber ist eine Fummelei ohne Ende und am Ende irgendwie nix halbes nix Ganzes... Nach dem dritten Versuch, eine Draht-Heu-Rolle halbwegs vernünftig zu klöppeln, flog der ganze Mist in die Ecke (und zwar wortwörtlich - Stroh und Heu werden als Folge wohl nie wieder komplett aus der Werkstatt wegzudenken sein...) und es wurde umgeplant auf erprobte, verlässliche Technologien. Einen Aufbau aus Einzelteilen mit Löchern, Schrauben und planbarer Montierbarkeit. Der Kern bleibt weiter einer Drahtröhre, aber der äußere Rahmen besteht aus Holzelementen.

Das Vorgängerhaus war eine Schwimm-Insel mit einer Rampe als Eingang. Laut Internetrecherchen kommen die Enten auch in Röhren weit oberhalb der Wasseroberfläche (was es noch zu beweisen gilt...). Damit wäre das Nest weniger zugänglich für Predatoren. Nur wie montiert man so was im Gartenteich? Wegen der Teichfolie kann man da keine Stange in den Boden schlagen, wie es empfohlen wird... Als gute Lösung erscheint diese Konstruktion: 2 Mörtelkästen mit Gestänge aus 20mm 4kant-Edelstahl. In den Mörtelkästen sorgen Feldsteinen für einen ausreichend tiefen Schwerpunkt.

Mal abgesehen davon, dass bei der Aktion so an die 5 Bohrer am Edelstahl verglüht sind, ist das Ergebnis stabiler, als vorab angenommen. Da könnten nun auch 20kg-Flugenten ohne Problem einziehen...

Ergebnis



Bauabnahme durch sachverständige Experten:

Dabei wurden kleinere Mängel festgestellt und umgehen abgestellt. Bei 8°C Wassertemperatur war das der schwierigste Teil des ganzen Projektes... Eisbaden lässt grüßen...

Ob es zum erwünschten Erfolg führt? Wir werden es sehen...