21.05.14 - Scottsbluff, NE > Limon, CO (320 Meilen)

Nach den "LPs" der letzten Tage haben wir uns heute mit einer langsam ziehenden HP-Superzelle beschäftigt.

Am Morgen sind wir noch etwas in der Gegen rumgestreift. Great Plains pur:

Hier findet man überall Felder mit den sogenannten Präriedogs.

Das sind natürlich keine Hunde, sondern Murmeltiere. Der Namen kommt von den bellenden Lauten, welche die Tiere von sich geben, wenn Gefahr droht.

Schon am frühen Nachmittag gingen die ersten Gewitter im Vorland der Rockies los. Hier eine Zelle westlich von Chyenne, WY:

Wir sind etwas südlicher, um eine freistehende Zelle anzufahren.

Die Zelle war nicht ganz freistehend, aber man konnte doch was erkennen. Paar Meilen westlich von Denver haben wir die Zelle rankommen lassen. Bereits war eine kräftig rotierende Wallcloud auszumachen.


Die Wolkenbänder rechts im nächsten Bild wurden hereingezogen, wie Garn auf eine drehende Spule.

Etwa zu diesem Zeitpunkt gingen Sirenen an und es kamen auch Tornadoreports herein. Schwierig, bei diesen regenverhangenen HP-Biestern aus sicherer Distanz was zu sehen.

Radarbild dazu, was für eine Signatur... da war bestimmt ein Tornado drin. Das war uns aber zu heiß, auf den Mudroads in den "Bears Cage" zu fahren.

Etwas nordwestlich mit besserem Kontrast:

Die Bodennahe Rotation war recht markant, siehe Zeitraffer:

Man sieht schön, wie die Zelle die Sicht auf ihr Zentrum unterbindet und den Vorhang zuzieht.

Was ist grüner - Wiese oder Wolke?

Und die Tore des Himmels öffneten sich...

Man bedenke, dass die Zelle nur mit ca. 15km/h zog. Was für Wasser und Hagelmassen dort runter gekommen sein müssen...

Da wir genug Bilder hatten, auf der besten Verfolgungsstraße Chaserstau war und eine andere Gewitterfront die Zelle bald auflösen sollte, haben wir heut mal zeitig Feierabend gemacht.