24.05.10, Quersa / Großenhain

An diesem Tag waren wir gerade vom USA-Chasing 2010 zurück.

Es reichte nur für einen kurzen Blick auf Estofex, wo ein "Level 2" vermerkt war, aber als vorrangiger Gefahr nur Wind. Dazu waren die Gedanken noch bei den Superzellen der letzten Tage und daher gab es keine großen Erwartungen...

Als dann die Sonne dann raus kam, wurde es unerwartet rasch schwülwarm und die vereinzelten Wolken zeigten auf untere/mittlerem Level 90° Windscherung. Außerdem waren die Wolken recht fix unterwegs. Aber wie gesagt, die Gedanken waren auch jetzt noch in Amerika...

Bald war dann auch die markante Zelle da. Erster verdächtiger Moment: Der Schirm sah nach starken Höhenwinden aus und es schien, als ob da eine Kette Cumuluswolken in das Zentrum wanderte... Standort: 2km nordwestlich von Quersa, Luchweg

14:56

Zweiter Vorahnungsmoment: Rechts im verwaschenen Bereich sah es wie ein Inflowband aus...

15:27

Hier fiel auf, das der Outflow so stark "zappelte".

15:31

Ein paar Minuten Später war es klar: Superzelle! Hier? Heut?

15:32

15:35

Die Zelle zog ran und die Idee war bei den ersten Hagelsteinen sofort via B98 die Flucht zu suchen. Was für eine Struktur...

15:36

15:39

Zeitraffer der Ankommenden Zelle.

Nun schnell nach Osten... Aber besser wär's gewesen, vorher mal in die Karten zu schauen... Und so war die Zelle natürlich viel schneller als angenommen... Zum Glück war der richtig böse Teil weiter südlich... Aber Hagel gab es ordentlich...

Der rechte Stein hat 6cm !!!


Im Nachhinein eine für hiesige Verhältnisse verdammt starke Superzelle. Wenn das Setup stimmt, ist auch in Deutschland ganz schön was möglich.

Später kam noch eine weitere Linie mit bis zu 1cm Hagel durch.





25.05.10 Schadensbilder

Ein paar Schadensbilder der gestrigen Zelle. Sah teils verehrend aus.









Zum Vergleich: Ein Bild von 2008 aus Greensburg, KS (ein Jahr nach dem F5 Tornado).